ProtestMailAssistent – R.L. DENIM LTD/Bangladesch
PROTESTMAIL an METRO: Dr. Eckhard Cordes
Weiter unten können Sie auf einen Blick den ganzen Text lesen, der mit dieser Protestmail verschickt wird.
Sehr wichtig: Bitte vergessen Sie nicht, im Formular bei Mitteilung
- vorne das aktuelle Datum zu ergänzen/ersetzen und
- am Ende des Textes Ihren Namen einzutragen.
Und bitte füllen Sie zumindest alle mit einem * gekennzeichneten Felder aus.
Hier der Wortlaut der Protestmail:
An
Dr. Eckhard Cordes, METRO Group
E-Mail: presse@metro.de
[Bitte Datum einfügen]
Betreff: Zulieferfabrik R.L. Denim LTD. Bangladesch
Sehr geehrter Herr Dr. Cordes,
ich bin tief besorgt über die Berichte von Arbeitsrechtsverletzungen in Ihrer Zulieferfabrik R.L. Denim Ltd. in Chittagon, Bangladesch. Wie ich über die Christliche Initiative Romero e. V. erfahren habe, hat sich mindestens eine Näherin bei R.L. Denim Ltd. zu Tode gearbeitet. Eine Krankschreibung war ihr verwehrt worden. Ein junger Mann, der am Arbeitsplatz ohnmächtig wurde, ist brutal vom Manager getreten worden. Arbeiterinnen wurden entlassen, weil sie schwanger waren und die Fabrikleitung den Mutterschutz nicht bezahlen wollte. Die Arbeitszeiten in R.L. Denim Ltd. belaufen sich auf bis zu 97 Stunden pro Woche, was einen klaren Verstoß gegen die Landesgesetze darstellt. Löhne werden systematisch veruntreut.
All dies verletzt die Konventionen der ILO / Internationalen Arbeitsorganisation, die Landesgesetze und auch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Ebenso bricht es den Verhaltenskodex, den die Metro AG vorgibt zu befolgen (BSCI-Kodex).
Ich fordere Sie auf, umgehend aktiv zu werden und diese massiven Arbeitsrechtsverletzungen in R.L. Denim Ltd. abzustellen. Ich erwarte von Ihnen, dass Sie die Probleme gemeinsam mit der Fabrikführung von R.L. Denim Ltd. UND den dort Beschäftigten beseitigen und dafür Sorge tragen, dass diese zukünftig nicht wieder vorkommen.
Hierfür ist unerlässlich, dass die Metro AG weiterhin in R.L. Denim Ltd. fertigen lässt; dafür Sorge trägt, dass die ArbeiterInnen wesentlich höhere Löhne erhalten, die den Grundbedarf einer Arbeiterin und der von ihr Abhängigen decken, ggf. höhere Abnahmepreise zahlt, die diese Lohnzahlungen ermöglichen; die veruntreuten Lohnanteile an die ArbeiterInnen nachzahlt; dafür Sorge trägt, dass entgangene Sozialleistungen erstattet werden; ArbeiterInnen, die gesundheitliche Schäden davon getragen haben, eine Abfindung auszahlt und für diese alternative Arbeitsplätze bereit stellt; den Hinterbliebenen der verstorbenen Fatema Akter eine Entschädigung zahlt; diesen kompletten Prozess unabhängig kontrollieren läßt.
Die Mittel der BSCI sind hierfür ungenügend, wie der vorliegende Fall unterstreicht. In diesen Prozess müssen die ArbeitnehmerInnen und deren Vertretungen und wichtige lokale Akteure einbezogen werden.
Bitte informieren Sie mich und die Christliche Initiative Romero über Ihre weiteren Schritte.
Mit freundlichen Grüßen
[Bitte Name einfügen]
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