Firmenprofil
Bierbaum & Proenen
1. Generelle Informationen:
Ansprechperson: Dirk Baykal, Ressortleiter Materialwirtschaft, Bierbaum – Proenen GmbH & Co.KG, Domstr. 55 – 73, D – 50668 Köln, Tel.: +49 (0) 221 16 56 -405, Fax.: +49 (0) 221 16 56 -171, d.baykal@bierbaum-proenen.de, www.bierbaum-proenen.de
Besitzstruktur: BP ist ein internationales Arbeitsbekleidungsunternehmen mit Sitz in Köln, einem Werk in Tunesien sowie Partnern in Osteuropa und Asien. Insgesamt arbeiten fast 400 Mitarbeiter für die BP-Produkte. Seit über 200 Jahren befindet sich das Unternehmen BP in Familienhand
Geschichte: Johann Baptist Bierbaum eröffnet in der Kölner Mühlengasse einen Leinenhandel. Er ist so erfolgreich, dass er 1793 mit dem Erhalt der Großbürgerwürde sein Geschäft um Wollstoffe und Seide erweitert. Franz Arnold Proenen, Schwiegersohn von J.B. Bierbaum, hat sich bereits parallel vom kleinen Gesellen bis hin zum Baumwollhändler mit eigener Färberei und Druckerei hochgearbeitet. Beide Männer bilden den Grundstein des heutigen Unternehmens, als sie zu Beginn des 19. Jahrhunderts schließlich ihre beiden Unternehmen zusammenlegen: »Bierbaum und Proenen«. F.A. Proenen übernimmt 1832 die alleinige Geschäftsführung und gibt seiner Firma einen neuen Namen: Der Markenname »BP« ist geboren. Franz Proenen beginnt 1904 mit dem Neubau der BP-Firmensitzes an der Domstraße. Ein Jahr später wird das Fabrik- und Lagerhaus mit 7.000 qm Nutzfläche bezogen und die industrielle Produktion der Berufskleidung aufgenommen. In siebter Generation wird das Familienunternehmen von Harald Goost heute geführt.
Finanzielle Lage:
Organisationsstruktur: ...
Produkte: Führend ist BP heute mit einem breit gefächerten Programm für nahezu alle Bereiche der Berufskleidung im Facheinzelhandel vertreten, wichtige weitere Absatzwege sind der technische Handel, SB-Märkte sowie C + C Großhandelsbetriebe. BP bietet in drei Produktlinien an, im medizinischen, im gastronomischen und im workwear Bereich. Die bedeutendsten Leaser zählen zu den Großkunden und statten Unternehmen wie Deutsche Spar und Metro komplett mit BP-Imagekleidung aus.
BP im Vergleich zu anderen Konzernen: BP gehört zu den führenden Arbeitsbekleidungsunternehmen im hochpreisigen Segment in Deutschland.
Den Vertrieb seiner Produkte organisiert BP über Arbeitsbekleidungseinzelhändler. Im Export werden Länder wie Frankreich, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Schweiz, Österreich, Spanien, Portugal und Irland bedient.
2. Einkaufspolitik und -strategie
Das Verhältnis von Eigen- zu Fremdfertigung beträgt bei Bierbaum- Proenen etwa ein Drittel zu zwei Drittel. 32 Prozent der gesamten Produktion wird im eigenen Werk in Tunesien hergestellt, nur noch ein Prozent in Köln. 36 Prozent der Berufskleidung erhält BP durch Zukauf, weitere 31 Prozent durch passive Lohnveredelung (PLV). Stoffe und Zubehör werden dabei an Unternehmen ins Ausland geliefert, dort vernäht und zurückgebracht. Bierbaum-Proenen hat zurzeit Partner in Tschechien, der Slowakei und Mazedonien.
Im Vergleich zu Modeketten, die alle zwei Wochen neue Kollektionen herausgeben, sind die Produktionszeiträume bei BP sehr lang, da die Kollektion nur um einige neue Arbeitsbekleidungsstücke pro Jahr ergänzt wird. Dies ermöglicht längere Lieferzeiten, wodurch Lieferanten nicht so unter Druck gesetzt werden.
3. CSR Politik
BP schreibt in seinem Katalog unter der Überschrift »…über Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt: BP wählt seine Lieferanten und Vertragspartner sorgfältig aus. Auf eine transparente Geschäftspolitik sowie faire Arbeitsbedingungen legt BP großen Wert. So wird mit jedem Lieferanten und Vertragspartner ein Verhaltenskodex festgeschrieben, in dem unter anderem das Verbot von Kinderarbeit und Zwangsarbeit verankert ist. Die Einhaltung wird durch regelmäßige Besuche überwacht.
4. Umsetzung der CSR Politik
Die Fa. BP engagiert sich seit 2006 Im »Fachforum NRW für die Integration von Sozialstandards in öffentliche Ausschreibungen bei Arbeitsbekleidung«. Das Unternehmen lässt sich nicht unabhängig kontrollieren. Zur zeit erwägen sie eine Mitgliedschaft in der Fair Wear Foundation.