Profitgier die Krallen zeigen –
Für Fairp(l)ay in der Sportbekleidungsindustrie
[12.04.2010 | FAIRP(L)AY | Protestmail-Aktion]
Im Schatten des Profits
Schuften für Hungerlöhne
Immer wieder berichten ArbeiterInnen, die für Puma Sportbekleidung nähen, dass sie unter massivem Druck stehen, überhaupt das tägliche Produktionssoll zu erreichen. Vom Brüllen und harschen Befehlen der Vorarbeiter angetrieben, arbeiten sie so schnell es irgend geht. Bei Nichterfüllung der viel zu hoch angesetzten täglichen Mindestproduktionsmengen gibt es schriftliche Abmahnungen. Ebenso dann, wenn die ArbeiterInnen nicht „freiwillig“ alle Überstunden akzeptieren, die von ihnen gefordert werden. Vor und während sportlicher Großereignisse wie der WM steigt in vielen Produktionsstätten der großen Sportartikelunternehmen die Nachfrage – bei gleichzeitig extrem kurzen Lieferfristen. Während dieser Auftragsspitzen prägen exzessive Überstunden den Arbeitsalltag in den Fabriken. Die ArbeiterInnen kommen dann auf bis zu 80 Arbeitsstunden in der Woche.
Blanker Hohn ist, was sie für ihren Knochenjob erhalten: Der gezahlte Mindestlohn bei Puma-Zulieferern etwa in El Salvador liegt monatlich bei umgerechnet 122 Euro brutto. In dem mittelamerikanischen Land wird allerdings mindestens das Dreifache benötigt, um die Grundbedürfnisse der ArbeiterInnen und der von ihr abhängigen Familienmitglieder abdecken zu können. Kleidung, Miete, Strom, Wasser, der Schulbesuch der Kinder und Gesundheitsversorgung – all das bleibt bei den Hungerlöhnen auf der Strecke. Viele ArbeiterInnen fordern zudem aus Angst vor Arbeitsplatzverlust die Einhaltung ihrer Rechte nicht ein. Die Fabrikbesitzer verhindern ihrerseits oftmals erfolgreich eine Gewerkschaftsbildung.
Unterstützen Sie die Protest-Aktion!
Schreiben Sie eine Protest-Email an Puma und fordern Sie,
- sich für die uneingeschränkte Gewährung des Rechts auf Vereinigungsfreiheit in ihren Zuliefererbetrieben einzusetzen;
- Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitslöhne einzuführen, mit dem Ziel einen existenzsichernden Lohn für alle ArbeiterInnen zu ermöglichen.
» Hier geht es zur Online-Protest-Aktion…